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Zukunft passiert. Unsere Welt verändert sich im Moment wieder einmal mit atemberaubender Geschwindigkeit. Wie lassen sich dabei neue Lebensentwürfe beschreiben? Denn nur wenn wir antizipieren können, wie die Menschen sich in ihren Lebens- und Konsumstilen in den kommenden Jahren neu orientieren, sind wir in der Lage, neue Wege in Management und Marketing einzuschlagen.

65 % der Kinder, die dieses Jahr eingeschult werden, werden in Berufen tätig sein, die wir heute noch nicht einmal kennen. Diese steile These wagt Cathy N. Davidson, Professorin an der renommierten Duke University. Davidson möchte damit nicht nur Unternehmen wecken, sondern die gesamte (Aus-)Bildungskultur, die Menschen zurzeit auf eine Berufsrealität vorbereitet, die es in 10 Jahren nicht mehr geben wird.

Was passiert genau, wenn wir das Zeitalter des Massenkonsums hinter uns lassen und in die Postkonsum-Gesellschaft übergehen? Welche Konsequenzen hat das für Menschen und Märkte. Wie kann sich der Handel darauf einstellen. Welche Lebensstile und -konzepte resultieren aus diesem Wandel?
Wer mehr wissen möchte über dieses Thema, wende sich einfach unter info@zukunftpassiert.de an uns.
Definition: Die zweifelhafte Idee, dass jeder zu jeder Zeit überall arbeiten möchte, verdanken wir der New Economy und ihrer Entertainmentabteilung (»Wir nennen es Arbeit«, Friebe, Lobo), der selbsternannten digitalen Bohéme. Jetzt entdecken wir, dass wir unseren öffentlichen Raum als entgrenzten Kosmos aus Kultur, Kommerz, Kommunikation und Community umnutzen möchten. Auf die Kommodifizierung des öffentlichen Lebens folgt ihre vielgestaltige Wiederaneignung.

DEFINITION: Die digitale Bohème war die Lebensphilosophie einer extrem kleinen Gruppe von Selbstständigen in einem zentralen Stadtbezirk in Berlin. Der eigene Lebensentwurf als gigantische Metapher für eine ganze zukünftige Arbeitswelt. Dass Ich-AGs und Selbstständigkeit auch im Web-2.0-Zeitlater nicht immer freiwillig gewählt sind und unter prekären Bedingungen stattfinden, wissen wir mittlerweile. Trotzdem wird das Heer der Selbstständigen in den nächsten Jahren weiter deutlich zunehmen und unsere Arbeitswelt weiter verändern. Um große Unternehmen herum werden sich kreative Clouds bilden, die Selbstständigkeit neu definieren, ohne ihr Tun zu idealisieren. In Deutschland gibt es inzwischen 2,3 Millionen Freiberufler ohne eigene Beschäftigte, die bereits die Gruppe der klassischen Selbständigen (Metzger, Handwerker) überflügelt haben. Das ist fast eine Million mehr als noch zu Beginn der neunziger Jahre. In den kommenden Jahren werden in der Kultur der selbstständigen Projektarbeiter immer neue Nischenmärkte erkundet und die Dienstleistungspalette erheblich erweitert.


Eine disruptive Innovation hat die Kraft, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung beinahe vollständig zu verdrängen. Der disruptive Klassenraum ist eine solche Innovation. Die Schule verändert sich gerade im Kerne – eine Entwicklung, die angesichts der Veränderungen bei der Wertschöpfung unserer Wirtschaft und damit auf unseren globalisierten Arbeitsmärkten alternativlos erscheint. Denn: Die Wirtschaft kann nur prosperieren, wenn schlaue Köpfe neue Produkte erfinden, innovative Dienstleistungen anbieten oder dazu beitragen, dass Güter besser oder billiger gefertigt werden. In den meisten Branchen werden künftig immer mehr qualifizierte Fachkräfte gebraucht – rund um den Globus. Gleichzeitig muss sich damit aber auch die Qualität des Lernens verändern. Während wir heute noch immer nach den Lernidealen des frühen industriellen Zeitalters vorgehen, in denen die Schule zuallererst eine Disziplinierungsanstalt für die bäuerliche Gesellschaft war, werden wir morgen nicht umhin kommen, die Wissensvermittlung den neuen Voraussetzungen einer nicht nur globalisierten, sondern auch individualisierten und technisierten Gesellschaft anzupassen. Möglich, dass damit auch das Ideal des frontalzentrierten Unterrichts infrage gestellt wird. Schon heute erleben wir an etlichen Schulen Gruppenarbeit, eigenständiges Experimentieren und Lernexkursionen außerhalb der Schule. Die Zukunft gehört den neuen Technologien, mit deren Einbindung es möglich scheint, die Schule von innen heraus zu revolutionieren:


Definition: Der Fachkräftemangel (laut Studie „Arbeitslandschaft 2030“: rund 5,2 Millionen) und der Wunsch nach zufriedenen und effektiven Mitarbeitern lässt Unternehmen künftig immer mehr zum Lebensbegleiter der Mitarbeiter werden. Laut aktuellem Gallup Engagement Index 2010 kosten demotivierte Mitarbeiter die Unternehmen jährlich zwischen 121,8 und 125,7 Milliarden Euro. Demotivierte Mitarbeiter sind häufiger krank als ihre motivierten Kollegen und wechseln häufiger das Unternehmen. Während eine Steigerung des Einkommens nur kurzfristig einen Arbeitnehmer motivieren kann, wird die Vereinbarkeit mit dem Privatleben zu einem der wichtigsten Kriterien der Mitarbeiterloyalität. Unternehmen als mikro-gesellschaftliche Plattformen sind längst weit mehr als eine geld- und identitätsstiftende Veranstaltungen. Erfolgreiche Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihre Mitarbeiter, sie unterstützen sie darin, privaten und beruflichen Alltag in Einklang zu bringen.

"Es gibt sie noch, die guten Dinge". Und die werden immer häufiger von denen genossen, die sie auch herstellen. Do-it-yourself oder einfach: Selbernachen elektrisiert junge Menschen (und nicht nur die). Handwerk wird zum Kult, Handarbeit als kollektives Event entdeckt. Millionen Deutsche werkeln an ihrem eigenen Manufactum-Paradies, denn es gibt ja immer was zu tun. Trend Nummer acht unserer ZukunftsMatrix.


Am Montag ist Vicco von Bülow alias Loriot gestorben. Man braucht nicht gleich, wie die Partisanen-Edelfeder @formschub auf Twitter, zu schweren kulturpessimistischen Geschützen zu greifen und das Ende des Humors und den endgültigen Sieg der Comedy auszurufen. Doch der Tod von Loriot ist traurig und ein schwerer Verlust. Loriot hat uns wie kein anderer in Deutschland mit subtiler Ironie und edelster Komik das Bürgertum und den täglich scheiternden Kampf mit den bürgerlichen Konventionen vor Augen geführt. Mit vornehmer Gelassenheit hat er in den 1970er und 1980er Jahren die Neurosen, Verklemmtheiten und versteckten Boshaftigkeiten und Alltagskriege der bundesdeutschen Wohlstandsgesellschaft seziert. Während die jungen Filmer in dieser Zeit die bundesdeutsche Gesellschaft eher überwinden als durchschauen wollten, hat Loriot die Dialektik ausgehalten, selbst ein Bürger zu sein und das Bürgerliche in seinen Verwurzelungen Faser für Faser zu sezieren.

Definition: Wie in vielen neuen sozialen Bewegungen des 21. Jahrhunderts sind Frauen auch bei den Radical Homemakers (RH)die treibenden Kräfte. Waren progressive Frauen bis in die 1990er Jahre noch vor die Alternative gestellt, in das Stahlbad der beruflichen Selbstverwirklichung zu steigen, oder als rückschrittliches Hausmütterchen zu gelten, deuten sich mit den RH völlig neue Wege an. Radical Homemakers, das sind in der Kerngruppe exzellent ausgebildete Akademiker, die nichts weniger als die vergangenen 200 Jahre der Modernisierung in Frage stellen. Sie sind radikal, weil sie die Arbeitstrennung und damit die Männer- und Frauenrollen seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts in Frage stellen. Sie sind radikale Modernisten, insofern sie folgendes reklamieren: ein einfaches Leben und die Eigenproduktion von Lebensmitteln











































































































































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